Sonntag, 22. März 2009

Was macht man sonntags?

Es ist lange her, seit ich das letzte Wochenende zu hause bei meinen Eltern verbracht habe. Unter den Umständen, dass ich eigentlich noch bei meinen Eltern wohne, hört sich das vielleicht etwas kurios an, aber ich versuche, sobald sich das Wochenende nähert, die Flucht aus meiner Heimatstadt Zittau (ZI) zu ergreifen. Einfach um was zu Erleben, denn in ZI ist am Wochenende "tote Hose". Doch dieses Wochenende bin ich einfach mal hier geblieben und was soll ich sagen, ich habe tatsächlich nichts Nennenswertes erlebt. Es war eigentlich die ganze Zeit ein Rumgegammel, studivz, Radio, studivz, ein Spaziergang "damit ich mal rauskomme", studivz, TV, gelesen, studivz.. eigentlich sehr trostlos.. Der Grund, warum ich hier geblieben bin, ist einfach erklärt: Ich habe mich fakultativ in eine Lehrveranstaltung "Persönliche Kommunikation" eingeschrieben und diese fand Freitag + Samstag als Blockunterricht statt. Dummerweise glaubte ich der Dauer der Zeitangabe Freitag 10 - 18 Uhr und Samstag 8 - 18 Uhr, was sich schnell als falsch gedacht herausstellte. Freitag war ich schon 14 Uhr fertig, Samstag hörte der Kurs für mich 10:30Uhr auf. Tja, ich hatte mir ein anstrengendes Blockunterrichtswochenende vorgestellt, stressig & zeitintensiv und mir extra nix anderes vorgenommen. Also steuerte ich in meiner Verzweifelung "irgendetwas muss ich ja jetzt machen", die Zittauer Innenstadt an. Am Samstagvormittag. In Zittau. kurzum: wie jeder Zittauer. Ich habe Freunde getroffen, manche bewusst übersehen ;), bin durch ein paar Geschäfte geschlendert und habe festgestellt: Punkt 12 Uhr werden die Geschäfte geschlossen. Kam mir aber sowieso gerade recht, denn ich hatte Hunger und wusste zu hause steht bestimmt etwas auf dem Tisch. Am Samstag um 12 Uhr mittags bei den Eltern wohnend, da wo die Welt noch in Ordnung ist. Es gab Kohlroulade. Am Nachmittag ging es eine Runde um den schönen Olbersdorfer See wandern, ich zog sogar meine neue Frühlingsjacke an, stellte aber fest, dass ich hätte bei meiner "alten-neuen" Winterjacke (ist ne andere Story) bleiben sollen. Die Sonne schien. Es war aber viel zu kalt. Abends kochte ich dann einen Sauerkraut-Kassler-Auflauf & gegen 21 Uhr rief schon das Bett. Was sonst. 21 Uhr am Samstag in Zittau. Der Sonntag startete für mich 9:30 Uhr. Total ausgeruht. Wann hatte ich das letzte Mal 12 Stunden geschlafen? Ich surfte den ganzen Tag durchs Internet. Okay gelogen. Ich surfte nur bei studivz. Punkt 12 gab es Mittag. Gulasch - bei den Eltern wohnend, da wo die Welt noch in Ordnung ist. Den Nachmittag widmete ich meinem Studium. Ich habe Lehrmaterial ausgedruckt. sortiert. abgeheftet. Ich liebe Ordnung - zumindest mein Lehrmaterial muss Ordnung ausstrahlen, das brauche ich, sonst kann ich nicht Lernen. Alles muss exakt abgeheftet sein, kein Blatt darf fehlen, keine Vorlesungsaufzeichung, keine Seminarmitschrift. Ich könnte nicht schlafen, wenn mir irgendein Blatt fehlen würde. Verrückt. Einen schönen Sonntag noch!

1 Kommentar:

  1. Ja, Zittau kann schon etwas "gemütlich" sein. So wie jetzt: Mieses Wetter und nüscht los.

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